Die Zeitform in Deiner Bachelorarbeit: Präsens

Einleitung in der Vergangenheit, Hauptteil in der Gegenwart und die Schlussbemerkungen in der Zukunft? Nö! Eine Bachelorarbeit ist kein Märchen, auch keine Erzählung. Deshalb: Verwende in Deiner Bachelorarbeit immer die Zeitform Präsens! Auch wenn Dir der Gedanke seltsam vorkommt, dass jemand in einigen Jahren Deine Arbeit liest und dabei denkt, er befände sich auf dem Status Quo der Dinge, obwohl sich bestimmt einiges seitdem getan hat: Formuliere in der Gegenwart! Das wird Dir in Deinem Studium bei anderen schriftlichen Prüfungsleistungen schon untergekommen sein und das ändert sich auch für die Bachelorarbeit nicht, die Zeitform bleibt Präsens.

Ausnahmen bei Zeitformen

Natürlich sind dennoch Verweise auf die Zukunft oder die Vergangenheit erlaubt, da kommst Du um andere Zeitformen in der Bachelorarbeit nicht herum:

Wenn Du beispielsweise auf eine Methode verweist, die mal modern war, nun aber überholt ist, brauchst Du nicht so zu formulieren, als wäre sie heute noch modern. Und am Ende der Einleitung ist ein Satz wie dieser ebenfalls zulässig: „Wie all diese Punkte zusammenhängen und was die Beantwortung der Kernfrage für gesellschaftliche Folgen hätte, wird in den folgenden Kapiteln zu zeigen sein.“ Im Ausblick als Teil der Schlussbemerkungen sind ebenfalls Formulierungen im Futur in Ordnung, wenn Du beispielsweise auf noch zu klärende Fragen hinweist. Wo sich die Zeitform aus dem inhaltlichen Zusammenhang logisch ergibt, darfst Du also ruhig von der Faustregel für die Zeitform der Bachelorarbeit abweichen.